Die c-ton®-Technologie

Durch die c-ton®-Technologie entstehen Betonwaren, die ihre Emissionen aus Produktion und Betoneinsatzstoffen zu 100 % ausgleichen – inklusive der Emissionen aus dem Zement. (GWP total, Module A1–A3, nachgewiesen durch die Lizenznehmer über die Ökobilanz des jeweiligen Produkts.)
Möglich macht das ein kohlenstoffspeicherndes Additiv, das im Produktionsprozess zugegeben wird – eine echte Innovation im Kerngeschäft. Der Ausgleich findet ausschließlich innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette statt, ohne Kompensation über externe CO₂-Zertifikate.

Das Additiv basiert auf Kohlenstoff, den Pflanzen während ihres Wachstums durch Photosynthese gespeichert haben. In einem speziellen Pyrolyseverfahren wird dieser technische Kohlenstoff in eine stabile, feste Form gebracht, sodass er nicht wieder als CO₂ freigesetzt wird.
Eingebracht in die Betonmatrix werden c-ton®-Produkte so zu dauerhaften Kohlenstoffsenken bzw. CO₂-Speichern (siehe EPD des Additivs unten). Die ausgeglichene CO₂-Menge entspricht dabei den bilanzierten Emissionen aus der Herstellung und den Betoneinsatzstoffen des jeweiligen Produkts. (GWP total, Module A1–A3, nachgewiesen durch die Lizenznehmer über die Ökobilanz des jeweiligen Produkts.)

Die patentierte c-ton®-Technologie verbindet Klimaschutz mit modernen, kreativen Gestaltungsmöglichkeiten im Garten- und Landschaftsbau. In Verarbeitbarkeit, Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit stehen c-ton®-Produkte vergleichbaren Betonwaren in nichts nach. Sie erfüllen die geltenden Normvorgaben und können am Ende ihrer Nutzung als Recyclingmaterial wiederverwendet werden.

Dauerhafte Kohlenstoffsenke durch das Additiv Clim@Add®

Die c-ton®-Technologie basiert auf innovativen Rezepturen mit dem Additiv Clim@Add® der Firma CarStorCon® Technologies. Das Additiv auf Basis von technischem Kohlenstoff wurde im Rahmen unserer Entwicklungsarbeit für den Einsatz in Betonsteinen optimiert. Der Marktreife gingen umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten voraus, insbesondere in der Rohstoffoptimierung, der Behandlung des technischen Kohlenstoffs und seiner Einbringung in Betonwaren. Der verwendete Kohlenstoff ist EBC zertifiziert und das permanente Kohlenstoffsenken-Potenzial von Clim@Add® ist in der EPD des Herstellers dokumentiert.

Technischer Kohlenstoff

Der technische Kohlenstoff entsteht bei der thermochemischen Umwandlung (Pyrolyse) biogener Reststoffe wie Restholz aus der Wald- und Landschaftspflege. In einem speziellen Verfahren wird der Kohlenstoff, den die Pflanzen während ihres Wachstums als CO₂ aufgenommen haben, in eine stabile Form gebracht und so permanent gebunden.
Gleichzeitig entsteht im Pyrolyseverfahren erneuerbare Energie in Form von Strom und/oder Wärme, die weiter genutzt werden kann.

Negativ-Emissions-Technologie

Die c-ton®-Technologie basiert auf einer anerkannten Negativ-Emissions-Technologie: Biochar Carbon Removal (BCR) wird vom Weltklimarat (IPCC) als Methode zur CO₂-Entnahme geführt.

Um die globalen Klimaziele zu erreichen, sind neben massiven Emissionsreduktionen auch CO₂-Entnahmen nötig. Laut den Szenarien des Weltklimarats könnten bis Mitte des Jahrhunderts bis zu rund 10 Gigatonnen CO₂ pro Jahr erforderlich sein.* Gerade die Baubranche, die erheblich zu den globalen Treibhausgasemissionen beiträgt, braucht hier neue Lösungen. BCR ist bereits heute marktreif und dezentral skalierbar.

* IPCC, Sixth Assessment Report (AR6), Working Group III, 2022.

c-ton®-Technologie im Markt

Das Ergebnis der mehrjährigen Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit kann sich sehen lassen:  Der c-ton® Quadro der AHE Verbundsteine Betonwaren GmbH wurde direkt im Jahr seiner Markteinführung Finalist beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Produkte.

Die AHE ist der erste Hersteller, der die c-ton®-Technologie in der Produktion einsetzt. Seit dem c-ton® Quadro sind viele weitere Produktvarianten in das Sortiment aufgenommen worden.

Weitere Informationen zum c-ton®-Sortiment finden Sie direkt auf den Seiten der AHE Verbundsteine Betonwaren GmbH